West Coast Swing ist der Nationalstolz von Kalifornien. Es wird erzählt, dass der Tanz in den 1930er-Jahren von Dean Collins, ein bekannter Tänzer aus verschiedenen Hollywoodfilmen, diese Version des New Yorker Lindy Savoy mit nach Kalifornien brachte. Für die Filmproduzenten in Hollywood war WCS besonders attraktiv, da ihre Kameralinsen anfänglich keine Weitwinkel besassen.

Dieser Tanz, wo die Frauen den Platz wechselten und die Männer an Ort blieben, kam ihnen wie gerufen.West Coast Swing hat sich von den USA über die ganze Welt verbreitet und ist heute zu einem der modernsten Tänze geworden. Zu praktisch jeder 4/4-Musik, insbesondere Blues, R'n'B, Funk, Clubsounds und Swing kann er getanzt werden. In der heutigen Form werden traditionellen Figuren mit modernen Bewegungen aus Hip Hop, Jazztanz, Latin etc. kombiniert und an allen Anlässen und Turnieren in den USA gepflegt. Seine Liniendynamik (Slot), seine fliessenden Bewegungen und atemberaubenden Drehfiguren machen WCS zu einem der elegantesten Tänze. Rhythmische Variationen und Synkopierungen ermöglichen es den Paaren, die Musik unabhängig voneinander zu interpretieren.
Für die aktuelle Verbreitung dieses Tanzes in der Schweiz ist Melanie Stocker führend. Gleich mehrere Tanzschulen schätzen die Führungsqualität, welche über WCS erreicht werden kann und haben ihn in ihr Programm aufgenommen: Tanzschule Robinson (Kreuzlingen), Tanzschule Anliker (St. Gallen), Tanzen mit Walter & Gabi (Weinfelden), East Coast Swiss mit Tommy & Eveline (Frauenfeld).